In den letzten Jahren gab es zwei große Tendenzen im Bereich der zentralisierten Remote-Anwendungen und -Umgebungen für Unternehmen: klassische VDIs einerseits, und andererseits Dienstleistungen und Anwendungen in der Cloud, die über einen Browser aufgerufen werden können.

eyeOS verbindet die Vorteile beider Ansätze: Ein auf HTML5 basierter Webclient ermöglicht es, über einen Browser auf virtualisierte Anwendungen zuzugreifen, und ein personalisierbarer Webdesktop bietet den Benutzern einen Arbeitsplatz. eyeOs ermöglicht die unkomplizierte direkte Integration der gesamten Arbeitsumgebung der Benutzer über einen Browser – Anwendungen und Webdienste, ohne unnötige zusätzliche Ressourcen für die Virtualisierung in Anspruch zu nehmen, sowie Client-Server-Anwendungen.

 

HTML5-WEBCLIENT

Der Webclient von eyeOS bildet mit dem Translator eyeOS WebSocket eine auf JavaScript und HTML5 basierte Webanwendung, die den Datenfluss des Übertragungsprotokolls der VDI liest und in einem Browser verarbeitet. In anderen Worten: Es handelt sich um einen Software-Agenten, der vollständig mit Webtechnologien entwickelt wurde:

  • Alle grafischen Befehle, Audio-, Tastatur- und Mauseingaben werden in Javascript verarbeitet, wodurch jeder beliebige HTML5-fähige Browser sich in eine VDI verwandeln kann.
  • Die Technologie von eyeOS beruht auf SPICE, wobei auch neue Bildcodecs entwickelt wurden. Eine auf JavaScript beruhende 2D-Grafikengine mit geringem Ressourcenverbrauch verarbeitet alle grafischen Operationen einer Remote-VDI-Sitzung.

 

ARCHITEKTUR

Im Unterschied zu herkömmlichen VDI-Lösungen beruht eyeOS auf einem hybriden Ansatz: Zugriff auf Webdienste und -anwendungen sowie auf virtualisierte Anwendungen in einer einzigen Umgebung. Die unterschiedlichen Funktionen verteilen sich auf unterschiedliche Umgebungen, die jedoch über eyeOS verwaltet und verknüpft werden. Es lassen sich drei Umgebungen unterscheiden, die den allgegenwärtigen Arbeitsplatz für die Benutzer bilden:

  • Externe Dienste: Webdienste auf anderen Servern, auf die zentral über den eyeOS Arbeitsplatz zugegriffen werden kann.
  • Lokale Anwendungen: Die Benutzer greifen über eyeRun auf die Ressourcen ihres Geräts zu. Diese Interaktion mit dem lokalen Gerät wird von eyeOS verwaltet und kann vom Benutzer vollständig eingesehen werden.
  • SInfrastrukturdienste: Dienste, die der eigentlichen Infrastruktur innewohnen – Webdienste, virtualisierte Anwendungen und das Backend des Webdesktops.

Die Architektur zeichnet sich durch die Verteilung der Komponenten auf zahlreiche unabhängige Module mit einer einzigen Funktion aus, die wir "Mikrodienste" nennen. Der hohe Verteilungsgrad sorgt nicht nur für eine große Systemstabilität, sondern ermöglicht auch eine sehr detaillierte Analyse und damit die schnelle Identifikation von möglichen Fehlern. Diese Eigenschaft ist auch wichtig für die Skalierbarkeit eines Systems.

 

RESSOURCENOPTIMIERUNG

Das softwarebasierte Design von eyeOS ist darauf ausgelegt, eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten. Dadurch muss die Infrastruktur nicht dupliziert werden, sondern bei der Dimensionierung der Umgebung je nach Auslastung lediglich ein Sicherheitsspielraum eingeplant werden. Softwarebasierte hochverfügbare Architekturen setzen sich gerade als dominantes Modell für die Installation und Verwaltung der großen weltweiten SaaS-Dienste mit riesigen Benutzerzahlen wie Facebook, Google Gmail, Amazon, usw. durch. Dieses System spart Kosten und bietet drei Hauptvorteile:

  • Niedrige Hardwarekosten dank kleiner Dimensionierung
  • Geringer Stückpreis für Hardware
  • Geringere Kosten für Second-Level-Support

eyeOS benötigt keine eigens entwickelte und optimierte Hardware für anspruchsvolle Workloads. Da die virtuellen Anwendungen auf virtuellen Maschinen laufen, führt der vereinzelte Ausfall eines realen Servers niemals zu einer Dienstunterbrechung. Die Anfrage wird umgehend auf eine andere im Ressourcenpool verfügbare Maschine umgeleitet, um so die Verfügbarkeit des Dienstes zu gewährleisten. Diese große Fehlertoleranz in Kombination mit der automatischen Echtzeitkorrektur ermöglicht die Verwendung von preiswerter Standardhardware, was auch die Kosten für den Second-Level-Support durch technische Mitarbeiter erheblich reduziert.

Der Kernel von eyeOS und der Webdesktop sind jeweils vollständig in Node.js und Javascript geschrieben. Die HTML5-Virtualisierungsengine verwendet den KVM Hypervisor sowie das Virtualisierungsprotokoll Spice. Beides sind Open-Source-Lösungen von Red Hat.

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